Natural Hoofcare -

Hufpflege nach dem Vorbild des Mustanghufs im Raum Nordhessen und Ostwestfalen



Shire-Horse

Lange Zeit unbearbeitet gelassen, da sich nach fast jeder Hufbearbeitung zunächst Hufgeschwüre einstellten.

Erstbearbeitung Ende Juni 2011
Rechter Vorderhuf
frontal
Vorne Rechts frontal pre-trim vorne Rechts frontal post-trim Anders als bei der Kaltblutstute oben verbiegt sich dieser Huf massiv seitlich und zerrt die Weiße Linie im Bereich der Seitenwände, wobei die äußere Wand noch stärker "flügelt", als die innere.
Hier wurden die Seitenwände zunächst von außen gestreckt, wobei nicht der gesamte Flügel weggenommen werden konnte. Insgesamt ist der Huf so schon gleichmäßiger in seiner Form geworden.
Rechter Vorderhuf
seitlich
Vorne Rechts pre-trim Vorne Rechts pre-trim In der Seitenansicht gut zu erkennen, dass im Bereich der seitlichen Flügel auch die Hornröhrchen ihre Wachstumsrichtung ändern: sie stehen hier viel flacher nach vorn als im Bereich der Zehe.
Während der Bearbeitung wurde der "flügelnde" Bereich von unten der Sohle folgend eingekürzt und die Wände von außen gestreckt und stark berundet. Die Seitenwand trägt nun kein Gewicht mehr und hat auf hartem Boden keinerlei Bodenkontakt mehr. So wird der weghebelne Bereich nicht weiter gezerrt. In weichen Böden, in die der Huf einsinken kann, trägt die Seitenwand wieder ein wenig mit. Durch die stark berundeten Wandüberstände wird jedoch eine Zerrung der Weißen Linie nach außen minimiert; vielmehr wird der Huf durch den Druck des Bodens von außen ein wenig zusammengedrückt.
Rechter Vorderhuf
Sohlenansicht
Vorne Rechts Sohle pre-trim vorne Rechts Sohle post-trim Klar erkennbar sind die gezerrte Weiße Linie und die Wandüberstände im Bereich der Seitenwand. Die Sohle hat wenig Wölbung, an der Zehe hat sich eine sog. Zehenschwiele gebildet, auf der das Pferd läuft. Immerhin ist bei diesem 23cm breiten (!) Huf aber der Strahl sehr schön kräftig und tragfähig.
Er wurde in seiner vollen Stärke belassen, da er keinerlei Fäulnis aufwies und nach Korrektur der flügelnden Seitenwände zum Tragen herangezogen wird. Man sieht auch hier, dass nicht die gesamte Wandverbiegung auf einmal korrigiert wurde: die Weiße Linie ist auch nach Bearbeitung noch gezerrt, der seitlich Hebel wurde aber deutlich entschärft.

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