Natural Hoofcare -

Hufpflege nach dem Vorbild des Mustanghufs im Raum Nordhessen und Ostwestfalen



Warmblutstute

Warmblutstute, die den Großteil ihres Lebens beschlagen war. Die Vorderhufe weisen hohle Wände auf, welche immer wieder wegbrechen. Bearbeitung begann im Juli 2011, allerdings habe ich beim ersten Termin keine Bilder gemacht. In den vergangenen Monaten wurden die Hufe alle sechs Wochen bearbeitet. Das Pferd wurde in der gesamten Korrekturzeit grundsätzlich mit Schuhen geritten.
Das jeweils linke Bild zeigt die Hufe im September '11, das rechte Bild im Januar '12.

rechter Vorderhuf
Warmblut Warmblut Auf beiden Septemberbildern ist sehr deutlich etwa auf halber Höhe der Zehenwand ein "Knick" sichtbar: der Huf wächst vom Kronrand aus bereits sehr viel steiler und gut mit dem Hufbein verbunden nach, ledigich die untere Hälfte der Wand leidet noch unter der früheren Zusammenhangstrennung. Bearbeitet wurde der Huf hauptsächlich mit einer sehr deutlichen Mustangroll, welche die hohlen und nicht tragfähigen Wände weitgehend aus dem Tragen nahm, und durch Strecken der verbogenen Hufwände, soweit dies möglich war.
linker Vorderhuf
Warmblut Warmblut Im Januar weist die Zehenwand an beiden Hufen einen gleichmäßig gestreckten Verlauf auf: sie ist nun vollständig mit dem Hufbein verbunden nachgewachsen. Auch die Trachte ist ein wenig niedriger geworden, der Kronrand hat einen neuen Winkel bekommen und ist nun nicht mehr fast parallel zum Boden, sondern fällt nach hinten ab.
Vorne rechts Sohle
Warmblut Warmblut In der Sohlenansicht vom September ganz deutlich erkennbar: das "Loch" an der Zehenspitze und die noch immer gezerrte weiße Linie, durch welche immer wieder Bakterien eindringen können. Da die Stute wenig Sohlenwölbung aufweist, fiel die Bearbeitung weniger radikal aus, um Fühligkeiten zu vermeiden. Zu Beginn hatten sich deutliche Sohlenschwielen gebildet (leider nicht fotografisch festgehalten), welche sich aber im Laufe der Bearbeitung wieder von selbst ablösten. Auch die Eckstreben wuchsen zeitweise "wie Unkraut" und legten sich dann über die restliche, zum Tragen noch nicht ausreichend stabile, Sohle. Nach einigen Bearbeitungen, lösten aber auch sie sich ohne größere Schwierigkeiten wieder ab.
Im Januar ist die weiße Line weitgehend geschlossen nachgewachsen, im Bereich der Senke lässt sich die Situation allerdings noch etwas verbessern. Leider ist der Strahl ist momentan wetterbedingt etwas angegriffen, wird aber bereits behandelt.

weiter zum nächsten Fallbeispiel

zurück zur Übersicht der Fallbeispiele